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bekanntschaften / c'est: oberfranken
nicole

herr frieden zieht die waren übers band, geübt macht er das, es piept und piept fröhlich; nichts staut, alle lächeln, es ist advent.  herr frieden macht das tagein, tagaus, ankunft von irgendwem hin oder her; und oft lächelt er mich wissend an, ganz so, als teile er den hinterhof meines unsteten lebenswandels: die unwillig erworbenen, weil geschmacklos dekorierten sondersparpack-küchenpapierrollen, meine mich dem skorbut beharrlich näherbringende spätabendernährung, die dem selbstbild von kochfreundigem jungding mit aufregendem leben und weißwein in der hand im wege steht; meine vorliebe für heiße schokolade aus zuckerfarbmischungen und für herb riechende deodorants in dunklen fläschchen. herr frieden lächelt das jahr über durch, sommers wie winters, aber heute lächelte er fast verschmitzt, als könne er meine gedanken lesen: die kleinkindhafte freude am überraschend dank herrn friedens handgriff nun erworbenen, geschmackvoll dezent dekorierten halsumschlung für die großmutter, in einem ihr phantastisch schmeichelnden rosé. vielleicht aber auch nur, weil der rest der bandauflage aus dem gewohnten, oben genannten besteht. oder wie? herr frieden, i salute you, ganzjährig, weil ich gleichermaßen vermute & mir ihr leben ausmale, auf ihrer seite;  und weil ich weiß, dass sie jeden tag ihr bisschen frieden deklarieren, auszeichnen, verteilen, in tüten packen; für nichts als ein lächeln. zurück.

nicole

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kulturalista

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